Diese 4 Faktoren solltest du bei deinem WooCommerce-Hosting beachten

Wenn du einen WooCommerce-Shop betreibst, solltest du dir über einige Besonderheiten im Klaren sein, was das Hosting und die Optimierung deiner WordPress-Seite betrifft. Darum zeigen wir dir heute, worauf du bei deinem WooCommerce-Hosting achten solltest, um das Nutzererlebnis deiner Kunden, das Suchmaschinenranking deines Shops und deine Conversions zu optimieren.

Aktualisiert am 21.09.2018

Nach aktuellen Daten von BuildWith wird WooCommerce von 35 Prozent aller E-Commerce-Seiten verwendet und hat somit eindeutig den größten Marktanteil, gefolgt von Shopify (8%) und Magento (4%). Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Denn mit dem kostenlosen WooCommerce-Plugin lässt sich deine WordPress-Seite in einen funktionstüchtigen Online-Shop verwandeln. Mit über 4 Millionen aktiven Installationen zählt es zu den beliebtesten WP-Plugins überhaupt.

Ein überlasteter WooCommerce-Shop schädigt das Geschäft

Laut einer Infografik von Truconversion führt schon eine einzige Sekunde zusätzliche Ladezeit zu einer Verringerung deiner Conversion-Rate um 7 Prozent und zu 11 Prozent weniger Page-Views. Diese oft zitierte Statistik zeigt deutlich, wie wichtig die Seitenperformance für deinen Erfolg ist. Eine negative Nutzererfahrung führt nicht nur zu mehr Abbrüchen im Checkout-Prozess, sondern verringern außerdem die Empfehlungsrate. 

Die Performance-Optimierung deines Shops verbessert nicht nur das Nutzererlebnis deiner Kunden, sondern auch deine Sichtbarkeit. Schließlich ist die Seitengeschwindigkeit bereits seit 2010 ein offizieller Rankingfaktor. Ab Juli 2018 wird Google den Page Speed auch bei der mobilen Suche einbeziehen.

Diese 4 Dinge solltest du beim Hosting deines Shops bedenken

Da WooCommerce-Seiten in der Regel eine ganze Menge an Daten und Anfragen generieren, stellen sie besondere Ansprüche an das Hosting und fordern auch von dir die ein oder andere Optimierungsmaßnahme. Aus diesem Grund zeige ich dir heute vier Dinge, die du beim WooCommerce-Hosting beachten solltest:

1. Caching

Mit Hilfe von Caching schafft es eine reguläre WordPress-Seite, einer Belastung von tausenden Besuchern standzuhalten. Der Cache speichert dabei statische Inhalte wie Stylesheets, JavaScript, Bilder und Co. zwischen und liefert diese beim Seitenaufruf aus. In unserem STARTER Tarif können bspw. bis zu 75.000 gecachte Aufrufe innerhalb einer Minute beantwortet werden.

Wie funktioniert der Cache bei WooCommerce-Shops?

Damit Online-Shops richtig funktionieren, muss es bestimmte Ausnahmen bezüglich des Cachings geben. Ein gutes Beispiel für solch eine Ausnahme ist der Warenkorb. Diesen Bereich deines Shops zu cachen, würde nicht nur zu einem totalen Chaos bei den Bestellungen führen, sondern wäre außerdem aus Datenschutz-Sicht problematisch. Aus diesem Grund ist es beim WooCommerce-Hosting schlichtweg notwendig, bestimmte Bereiche systematisch vom Caching auszuschließen.

Entscheidend ist hier also, dass du als Shopbetreiber ein Verständnis dafür entwickelst, welche Besucherlast dein Shop verkraften kann. Dies kannst du z.B. mit Loader.io überprüfen. Das Tool simuliert Zugriffe auf deine Seite und zeigt, ab wann dein Shop Gefahr läuft, unter der Last in die Knie zu gehen oder so stark zu verlangsamen, dass Nutzer den Besuch abbrechen. Wenn du lieber mit der Kommandozeile arbeitest, kannst du auch das Apache Benchmark Tool nutzen.

Ein weiterer Bereich, der nicht gecacht werden kann, ist das WordPress-Backend. Ohne Optimierungsmaßnahmen kommt es somit besonders bei großen Aktionen wie bspw. Bulk-Uploads von Produktbildern oder dem Bearbeiten von vielen Produktinfos zu langen Ladezeiten.

Gleichzeitige Besucher in deinem Warenkorb oder große Aktionen im Backend schlagen sich somit direkt in der Prozessorleistung nieder. Für eine Optimierung dieser dynamischen Bereiche musst du also an anderen Schrauben als am Caching drehen.

2. WooCommerce-Hosting braucht leistungsstarke Server

Da ein WooCommerce-Shop viele dynamische Inhalte und Anfragen generiert, die sich nicht im Cache zwischenspeichern lassen, ist eine entsprechend starke Serverleistung gefragt.

Je nach Größe und Bekanntheit deines Shops, sind während der Haupteinkaufszeiten möglicherweise zigtausende Besucher gleichzeitig auf deiner Seite, die nach Produkten suchen, Artikel nach verschiedenen Produktkategorien filtern, ihren Warenkorb füllen und Käufe abwickeln.

Genau für diesen Fall sollte das Hosting deines Shops gewappnet sein. Schließlich bedeutet jede Sekunde, die dein WooCommerce-Shop länger lädt, überlastet oder gar offline ist, ein Verlust potenzieller Einnahmen.

Mehr CPU-Power bei vielen Besuchern und hohem Auftragsvolumen

Eine wichtige Optimierungsmaßnahme für das Hosting deines WooCommerce-Shops ist das Aufstocken der CPU-Cores. Schließlich muss der Server bei vielen Besuchern und entsprechenden Datenbank-Abfragen (z.B. das Anzeigen von Produkten nach verschiedenen Filtern) mehr Last aufnehmen können. Unser CTO verwendet gerne die Metapher einer Pommesbude, um das Prinzip zu erklären:

Stell dir vor, der Server deiner WordPress-Seite ist eine Pommesbude. Jeder Mitarbeiter der Pommesbude steht für einen CPU-Kern. Wenn nur ein Verkäufer hinter dem Tresen steht, kann nur eine Anfrage zur Zeit bearbeitet werden. Bei wenigen Besuchern ist das zunächst kein Problem.

Wird die Besucherzahl allerdings so hoch, dass der Pommesverkäufer mit den Anfragen überfordert ist, müssen mehr Mitarbeiter (also mehr CPU-Kerne) her. Je mehr Mitarbeiter in der Pommesbude stehen, desto mehr Bestellungen können gleichzeitig bearbeitet werden.

WooCommerce-Hosting
Die Shop-Mitarbeiter in der Grafik stehen für die CPU-Kerne des Servers. Je mehr Kerne, desto mehr Besucherlast kann dein Shop handeln.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, dass mehr CPU-Cores nicht automatisch die Ladezeit deiner Seite verbessern – Schließlich arbeiten die einzelnen Kerne gleich schnell. Vielmehr sorgt das Aufstocken der Kerne dafür, dass mehr Anfragen gleichzeitig bearbeitet werden können und dein Shop nicht überlastet.

Gib deinem Shop genügend PHP-Memory-Limit!

Zur Optimierung der Serverleistung gehören aber nicht nur die CPU-Cores und der Arbeitsspeicher (RAM), sondern auch ein angemessenes PHP-Memory-Limit. Dieses bestimmt das maximale Speicherkontingent, welches der Arbeitsspeicher für PHP-Prozesse bereitstellt. Dieses festgesetzte Limit verhindert, dass der Server z.B. durch ein fehlerhaftes Skript überlastet wird.

Ein höheres PHP-Memory-Limit ist bei einer komplexeren Seite wie einem Online-Shop sinnvoll, damit der Server großen und gleichzeitigen Prozessen standhält. Aus diesem Grund liegt das PHP-Memory-Limit bei unseren WooCommerce-Lösungen bei 512 Megabyte.

Die von WooCommerce empfohlene PHP-Mindestversion ist übrigens PHP 7. Bei RAIDBOXES hast du darüber hinaus die Möglichkeit, deinen Shop mit nur einem Klick auf die noch schnelleren PHP-Versionen 7.1 oder 7.2 umzustellen.

Wie viele CPU-Kerne braucht dein WooCommerce-Shop?

Die Frage, welche genauen Spezifikationen dein WooCommerce-Hosting bieten muss, hängt u.a. von deinen monatlichen Besuchern und Seitenaufrufen pro Minute ab und kann somit nicht pauschal beantwortet werden. Auf der Seite unserer WooCommerce-Tarife findest du eine kleine Orientierungshilfe, die dich bei der Wahl der passenden Hosting-Lösung für deinen Shop unterstützt.

WooCommerce-Hosting Tarife RAIDBOXES


Ein weiterer Faktor, der deinen Bedarf an Serverleistung bestimmt, ist die Anzahl, Größe und Qualität deiner Plugins. Nutzt du beispielsweise ein größeres Plugin wie Yoast SEO, welches auf jeder deiner Seite geladen werden muss, sollte dein Server die entsprechende Power haben. Das gleiche gilt, wenn du ein analoges Kassensystem mit deinem Shop verknüpften willst und der Server ständige Live-Abfragen verarbeiten muss.

3. Viele Bilder = großer Optimierungsbedarf

Große Bilder und Grafiken können ein gewaltiger Performance-Fresser sein. Da Online-Shops für die Darstellung der Produkte in der Regel viele Bilder benötigen, besteht hier enormes Optimierungspotenzial, das du ausschöpfen solltest. Glücklicherweise gibt es verschiedene Bildoptimierungs-Plugins, die dich bei dieser Aufgabe unterstützen.

Das richtige Komprimieren deiner Bilder wirkt sich nicht nur positiv auf die Ladezeit deines WooCommerce-Shops und somit auf das Nutzererlebnis deiner Kunden aus, sondern verbessert im Idealfall dein Suchmaschinenranking und deine Conversion-Rate.

Wie bei jeder Website in der heutigen Zeit ist es außerdem wichtig, dass du deine Bilder für die mobile Darstellung optimierst. Laut einer E-Commerce-Studie von Qubit hat das Mobile Web in 2017 bis zu 19 Prozent des gesamten Online-Umsatzes beeinflusst. Außerdem zeigen die Ergebnisse der Studie, dass sich der Online-Umsatz durch eine Verbesserung der mobilen Produktentdeckung um bis zu 33 Prozent steigern lässt.

4. Sicherheit und Datenschutz

Mit Backups und Staging bist du immer auf der sicheren Seite

Sollte ein Plugin-Update oder eine sonstige Änderung deine Seite zerschießen, ist es das A und O, deinen Shop schnellstmöglich wieder zum Laufen zu bringen. Und hier kommen deine Backups ins Spiel: Bei all unseren WooCommerce-Tarifen wird jede Nacht vollautomatisch ein Backup deiner Seite erstellt, das du mit wenigen Klicks wiederherstellen kannst. Zusätzlich ist jederzeit das manuelle Erstellen von Backups möglich.

Dass du dir dadurch ein großes Backup-Plugin sparst, ist sowohl aus Sicherheits- als auch aus Performance-Gründen ein Vorteil. Nicht umsonst lautet unser Credo bei Plugins: “So viel wie nötig, so wenig wie möglich!”

Kostenloser DSGVO-Guide für Agenturen, Freelancer & Webseitenbetreiber

Damit es gar nicht erst zu Problemen auf deiner Live-Seite kommt, kannst du unsere Staging-Umgebung nutzen, um Änderungen auf einer Kopie deiner Seite zu testen. Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, lässt sich die Staging-Umgebung mit einem Klick live schalten. Wichtig ist hier, dass du beim Überschreiben der Live-Seite die Datenbanktabellen mit den Bestellungen und Kunden ausschließt. Denn während du Änderungen in der Staging-Umgebung testest, können auf deiner Live-Seite weiterhin Bestellungen eingehen, die du beim Überschreiben verlieren würdest.

In Zeiten der DSGVO ist Datenschutz für Shopbetreiber wichtiger denn je

Als Betreiber eines WooCommerce-Shops verarbeitest du täglich personenbezogene Daten, wie bspw. Adresse, Kontodaten und Kreditkartennummern deiner Kunden. Vor allem vor dem Hintergrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) solltest du die Themen Sicherheit und Datenschutz ernst nehmen. In unserem 30-seitigen E-Book zur DSGVO erfährst du, welche Maßnahmen du umsetzen musst, um deine WordPress-Seite rechtssicher zu machen.

Suche dir am besten einen WordPress-Hoster, der kostenlose SSL-Zertifikate, tägliche Backups und gemanagte WordPress-, Theme- und Plugin-Updates anbietet und ausschließlich Server in Deutschland verwendet. Darüber hinaus haben wir bei RAIDBOXES weitere Datenschutz-Tools implementiert, um dir bei der Umsetzung der DSGVO-Vorgaben so viel Arbeit wie möglich abzunehmen. Ein Beispiel sind unser WP Session Eraser oder das Feature Limit Login Attempts.

Fazit: Gutes WooCommerce-Hosting hält dir den Rücken frei

Ein WooCommerce-Shop hat durch seine vielen Funktionalitäten und dynamischen Prozesse besondere Anforderungen an das Hosting. Um dir kostbare Zeit, Geld und Nerven zu sparen, solltest du dich für einen Hoster entscheiden, der sich mit diesen Besonderheiten auskennt, die erforderliche Performance und Sicherheit gewährleistet und erstklassigen WordPress-Support bietet. 

Denn im Endeffekt sollte dir dein Hoster den Rücken freihalten, damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst: Die Weiterentwicklung deines Shops und deiner Produkte. So ermöglichst du deinen Kunden ein einwandfreies Kauferlebnis, welches sie nicht nur wiederholen, sondern auch weiterempfehlen werden.

Wie ist deine Erfahrung mit WooCommerce-Hosting? Welche Anforderungen sind für deinen Shop besonders wichtig? Ich freue mich über deinen Kommentar! 

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